Gründungsaufruf der Bürgerinitiative Neu Buch “BINe” 9.08.2015

Bürgerinitiative Neu Buch – BINe „Gründungsaufruf“                9. August 2015

Wir wollen ökologisch-, ökonomisch- und sozial verträgliches Wohnen in NEU BUCH.

Aus aktuellem Anlass beschäftigen wir uns derzeit verstärkt, mit dem Ausbau unserer Straßen.

Wir wollen den Ausbau unserer Straßen, aber nicht SO! Wir möchten unsere Lebensqualität erhalten.

Unsere Zielvorstellungen:

  • Straßenplanung nach aktuellen und einheitlichen Richtlinien.
  • Ausschöpfung der vielen Varianten der RaSt06 und nicht der veralteten „Empfehlungen für die Anlage von Erschließungsstraßen“ (EAE85/95)
  • Wir favorisieren ein verkehrsberuhigtes Wohngebiet als Mischfläche, mit Wohnwegen (in der Gemeindevertretung als Anliegerwege bezeichnet) und/oder Fahrradstraßen, welche Fußgänger- und Radfahrerfreundlich sind.
  • Es sollen Varianten entwickelt werden, die unter Beachtung des Leitungsbestands, der Grundstückszufahren etc. möglichst Raum zur natürlichen Versickerung/Oberflächenentwässerung bieten und bestehende Bäume schützen bzw. eine Neupflanzung möglich machen, damit Bäume nicht an anderer Stelle neu gepflanzt werden müssen
  • Oberflächenversiegelung nur so viel wie nötig, so wenig wie möglich
  • Vor der Klassifizierung einer Straße bzw. deren Planung sind eine Verkehrszählung sowie eine Verkehrsprognose durchzuführen. Eine Verkehrszählung für Straßen im TEG IV ist durch Anwohner erfolgt und die Verkehrsstärken für Sammel- und Anliegerstraßen wurden bei weitem nicht erreicht nach RaSt06
  • Beispielsweise wurde die Karower Straße als Sammelstraße ausgebaut, nach RaSt 06 ist sie ausgelegt für 400-800 Kfz/h. Bei einer Verkehrszählung wurden 50 Kfz in den morgen Stunden gezählt. Dies steht in keinem Verhältnis zum Straßenausbau und entspricht nicht dem Sparsamkeitsprinzip
  • Wir fordern einen Nachweis über das Sparsamkeitsprinzip beim Straßenausbau durch die Gemeinde Panketal
  • Ebenfalls vor der Planung sollte die optimale Buslinienführung mit maximalem Fahrgastgewinn ermittelt werden. Die Kleiststraße ist hinsichtlich der Erschließung durch den ÖPNV für das gesamte Wohngebiet, durch eine fußläufige Erreichbarkeit für alle Bewohner/Schüler, zu bevorzugen. Die Effizienz in beide Fahrtrichtungen in der Kleiststraße wäre bei geeigneter Fahrplangestaltung gewährleistet. Die aktuellen Linienführungen sind ineffizient und unwirtschaftlich, ebenso wenn die Busse die Goethestraße und die Karower Str. / Kirschenallee befahren, dann ist dies für die fußläufige Erreichbarkeit der Bewohner / Schüler inakzeptabel. Bei einer Linienführung, am Rande des Wohngebiets beispielsweise durch die Goethestraße sind der gesamte Eichenring und das neu erschlossene Baugebiet an der Kleiststraße/Lindenberger Weg mit Mehrfamilienhäusern völlig abgeschnitten.
  • Wir wollen eine ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltige Planung und Umsetzung des Straßenausbaukonzeptes, das sowohl den aktuellen als auch künftig zu erwartenden Bedürfnissen der Anwohner und der Bevölkerung der Gemeinde entspricht
  • Es wäre wünschenswert, wenn der OEA mit Fachkräften aus den Bereichen Straßenbau, Verkehrs- und Stadtplanung, Mobilität, Geologie/Hydrologie… bzw. die Einholung von Fachexpertisen aus der Bevölkerung der Gemeinde (nach dem Freiwilligkeitsprinzip) zusammenarbeitet.
  • Wir gehen davon aus, dass es Ihnen genauso geht wie uns, nicht der Preis ist beim Straßenausbau maßgeblich, sondern die Erhaltung der Wohn-und Lebensqualität für alle Bewohner.
  • Wir setzen uns auch für den Erhalt der letzten noch bestehenden grünen Freiflächen in Neu Buch ein. Hier z-B. für das Wäldchen Humboldtstraße/Kleiststraße. Dieses ist in den letzten Jahren sukzessive abgeholzt worden. 1. Bau von Wohnhäusern nach Veräußerung an einen privaten Investor. 2. Kita-Neubau am schlechtesten Standort der Gemeinde. Eine BI KITA bemängelte die fehlenden Parkmöglichkeiten für Eltern. 3. Nun wurde im März 2015 noch schnell eine „Schnellvorfahrt“ ergänzt, wieder auf Kosten der Grünflächen. 4. Der durch den Kita Neubau weichende Spielplatz, soll nun auf dem letzten Stückchen des Wäldchens wieder neu errichtet werden!!! Wir unterstützen Spielplätze, aber bitte nicht auf diesem letzten Stückchen Grün.
  • Des Weiteren fordern wir das Umsetzten der Glascontainer in der Kleiststraße, z.B. an den Standort Netto/Kaisers/Getränke Hoffmann. Die Altglasentsorgung kann so gleich mit einem Einkauf verbunden werden. Die Umliegenden Wohnhäuser und auch die Kita profitieren davon und auch der Busverkehr in der Kleiststraße kann ohne Einschränkungen besser erfolgen.

Gründungsmitglieder:

Carolin Reinecke Goethestraße Sprecher

Karsten Kettlitz Goethestraße Sprecher

Rebekka Dröschler & Dennis Bütow Goethestraße

Jörg Dehl Lindenberger Straße Sprecher

Christopher Meiske Wolfgang Amadeus Mozart Straße Sprecher

Hans Joachim Palm Wolfgang Amadeus Mozart Straße

Familie Luft Wolfgang Amadeus Mozart Straße

Nico Zimmermann & Marnie Hoffmann Humboldtstraße

Kontakt: BINe_Panketal@web.de